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Projektübersicht Quartier inklusiv!

Wie können Sozialräume so gestaltet werden, dass Menschen mit Behinderungen selbstständig am gesellschaftlichen Leben teilhaben können? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Stadt Bielefeld im Projekt „Quartier inklusiv!“ in Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Das Projekt wurde durch die LWL-Sozialstiftung gGmbH gefördert. Als Kooperationspartner richtete der LWL den Blick insbesondere darauf, welche Erkenntnisse und Werkzeuge aus dem Projekt für die Steuerung einer kooperativen Sozialplanung gewonnen und über Bielefeld hinaus nutzbar gemacht werden können.

Themen

Auf dieser Seite stellt der LWL zentrale Projektergebnisse sowie daraus abgeleitete Orientierungshilfen für die Sozialplanung vor.

Beschreibung des Projekts

Ziel des in den Jahren 2025 und 2026 von der Stadt Bielefeld durchgeführten Projekts war es, Wege zu erproben und weiterzuentwickeln, wie Inklusion in Sozialräumen konkret gestaltet werden kann. Hierzu wurden in den Bielefelder Stadtteilen Sieker und Brackwede unter Einbezug von Bewohnerinnen und Bewohner mit und ohne Behinderungen konkrete Handlungsbedarfe identifiziert und Maßnahmen erprobt. Zugleich wurde auf einer übergeordneten Ebene ein planerischer Rahmen mit verschiedenen Werkzeugen erarbeitet. Auf beiden Ebenen wurden die Handlungsfelder Wohnen, Gesundheit, Assistenz und Pflege, Mobilität, Infrastruktur des täglichen Lebens, Kultur und Freizeit, Politik und Mitbestimmung, Arbeit und Beschäftigung sowie Tagesstruktur in den Blick genommen.

Aus der praktischen Projektarbeit sind verschiedene Ergebnisse entstanden. Dazu gehört einerseits der sogenannte Bielefelder Baukasten, der konkrete Maßnahmen und Methoden für die unterschiedlichen Handlungsfelder bündelt und Anregungen für die inklusive Gestaltung Sozialräumen gibt.

Erkenntnisse für die kooperative Sozialplanung

Für den LWL war andererseits von besonderem Interesse, welche Erkenntnisse aus der Bielefelder Projektarbeit für die kooperative Sozialplanung insgesamt gewonnen werden können. Im Fokus stand daher die Entwicklung eines exemplarischen Handlungsrahmens, der planerischen Akteurinnen und Akteuren Anregungen und Impulse für die Gestaltung einer kooperativen Sozialplanung geben kann, wie sie die Inklusion vor Ort voranbringen können

Der Handlungsrahmen strukturiert den Planungsprozess von der Analyse des Sozialraums über die Formulierung von Zielen und die Planung konkreter Maßnahmen bis hin zur Evaluation. Er bietet Orientierung, ohne einen starren Ablauf vorzugeben.

Mit der Aufbereitung und Bereitstellung der Projektergebnisse sollen die im Projekt gewonnenen Erfahrungen auch für andere Kommunen und Sozialplanerinnen und Sozialplaner zugänglich und nutzbar gemacht werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich Rahmenbedingungen, Strukturen und Bedarfe von Region zu Region unterscheiden. Die dargestellten Ansätze sind daher als Orientierung zu verstehen und jeweils an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen.

Werkzeuge für die kooperative Sozialplanung

Ergänzt wird der Handlungsrahmen durch verschiedene Werkzeuge. Sie greifen sowohl Ergebnisse aus dem Bielefelder Projekt als auch daraus abgeleitete Steuerungselemente auf:

  • die Quartiersanalyse zur systematischen Betrachtung des Sozialraums,
  • Handlungsfelder und Leitziele als fachliche Orientierung für die inklusive Weiterentwicklung,
  • der von der Stadt Bielefeld entwickelte Baukasten mit konkreten Maßnahmen und Methoden für die verschiedenen Handlungsfelder sowie
  • Bögen zur Ziel- und Maßnahmenplanung sowie zur Evaluation, die den Planungs-, Umsetzungs- und Überprüfungsprozess unterstützen.

Über den gesamten Prozess hinweg werden die Querschnittsthemen Barrierefreiheit, Digitalisierung, Partizipation, Bildung und zwischenmenschliche Beziehungen berücksichtigt. Sie werden nicht isoliert betrachtet, sondern sollen in den verschiedenen Schritten und Handlungsfeldern mitgedacht werden.

Nutzen und Anwendung der Projektergebnisse

Die auf dieser Seite zusammengestellten Ergebnisse verbinden damit die praktischen Erfahrungen aus dem Bielefelder Projekt mit Werkzeugen und Orientierungshilfen für die Sozialplanung. Sie sollen Kommunen und weitere beteiligte Akteurinnen und Akteure dabei unterstützen, die Situation im Sozialraum gemeinsam zu betrachten, Ziele zu entwickeln, Maßnahmen umzusetzen und deren Wirkung zu überprüfen.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Projekt, zur Umsetzung in Bielefeld und zum Abschlussbericht finden Sie auf der Projektseite der Stadt Bielefeld.

Das Projekt wurde gefördert durch die LWL-Sozialstiftung gGmbH.

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