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Leistungen für blinde und sehbehinderte Menschen

Blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderung haben Anspruch auf einen finanziellen Ausgleich nach dem Gesetz über die Hilfen für Blinde und Gehörlose (GHBG). Der LWL zahlt diesen Ausgleich, wenn die Person in Westfalen-Lippe wohnt.

Leistungen für blinde Menschen

Wer erhält Leistungen für blinde Menschen?

Man bekommt Leistungen für blinde Menschen, wenn

  • das Augenlicht vollständig erloschen ist
  • oder die Sehschärfe auf beiden Augen mit bestmöglicher Korrektur auf 1/50 (2 %) herabgesetzt ist
  • oder eine beidseitige Zerstörung der Sehzentren vorliegt (sogenannte Rindenblindheit)

Aber auch Personen mit massiven Gesichtsfeldeinschränkungen, die das Sehvermögen erheblich beeinträchtigen, können einen Leistungsanspruch haben.

Höhe des Blindengeldes (Stand Juli 2020)

  • bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres: 383,37 Euro
  • vom 18. bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres: 765,43 Euro
  • nach Vollendung des 60. Lebensjahres: 473,00 Euro

Hinweise für blinde Menschen über 60 Jahre:

Blinde Menschen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, erhalten den Differenzbetrag von 292,43 Euro als ergänzende Blindenhilfe nach dem SGB XII, wenn Einkommen und Vermögen bestimmte Grenzen nicht überschreiten. Wenn Sie die zusätzliche Blindenhilfe beziehen möchten, können Sie sich wegen der Antragstellung und Fragen zur Einkommens- und Vermögensprüfung auch an das örtliche Sozialamt wenden. Zur Antragsstellung wird der Sozialhilfegrundantrag verwendet.

Hinweise bei Heimaufenthalt:

Bei blinden Menschen, die in einer stationären oder ähnlichen Einrichtung leben, muss das Blindengeld gekürzt werden, wenn die Unterbringungskosten ganz oder teilweise aus öffentlich-rechtlichen Mitteln übernommen werden. Das Blindengeld wird dann um diesen Betrag gekürzt, jedoch maximal um die Hälfte.

Hinweise bei häuslicher Pflege:

Erhalten volljährige blinde Menschen Leistungen bei häuslicher, teilstationärer Pflege und Kurzzeitpflege der Pflegekassen, der privaten Pflegeversicherungen oder nach beamtenrechtlichen Vorschriften, wird das Blindengeld um monatlich

  • 170,64 Euro (Pflegegrad 2) oder
  • 158,05 Euro (Pflegegrade 3 bis 5)

gekürzt.

Diese Anrechnungsregelung hat der Gesetzgeber getroffen, weil der durch die Blindheit bedingte Mehraufwand teilweise bereits durch die Pflege- und Betreuungsleistungen abgedeckt wird.

Leistungen für hochgradig sehbehinderte Menschen

Man bekommt Leistungen für hochgradig sehbehinderte Menschen, wenn

  • man über 16 Jahre alt ist
  • und die Sehschärfe auf beiden Augen mit bestmöglicher Korrektur nicht mehr als 1/20 (5 %) beträgt

Menschen mit hochgradiger Sehbehinderung erhalten 77,00 Euro im Monat.

Wie kann man Blindengeld oder Leistungen für hochgradig sehbehinderte Menschen beantragen?

Um Blindengeld oder Leistungen für hochgradig sehbehinderte Menschen zu erhalten, müssen Sie einen Antrag stellen. Sie können das Antragsformular herunterladen oder ausdrucken und handschriftlich ausfüllen.

Blindengeld oder Leistungen für hochgradig sehbehinderte Menschen werden unabhängig von Einkommen und Vermögen gewährt. Maßgebend für den Leistungsbeginn ist der Monat des Antragseingangs. Beim erstmaligen Antrag ist eine augenärztliche Bescheinigung erforderlich. Wenn die Voraussetzungen vorliegen, wird die betreffende Leistung rückwirkend ab Antragseingang gewährt.

Welche Unterlagen muss man mit dem Antrag auf Blindengeld und hochgradig sehbehinderte Menschen einreichen?

Augenärztliche Bescheinigung

Mit dem Antrag auf Blindengeld oder hochgradig sehbehinderte Menschen muss eine augenärztliche Bescheinigung eingereicht werden. Hier können Sie sich das Dokument herunterladen oder ausdrucken. 

Vollmachtserklärung

Möchten Sie eine Vertrauensperson bevollmächtigen, Sie gegenüber dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe zu vertreten, benötigen wir eine Vollmachtserklärung. Sie können das Dokument herunterladen oder ausdrucken.

Kontoerklärung

Falls die Leistung nicht auf Ihr Konto, sondern auf ein anderes Konto überwiesen werden soll, benötigen wir die folgende ausgefüllte Anlage:

Ansprechpersonen und Kontakt

Sie benötigen Hilfe beim Ausfüllen des Antrages oder haben eine Frage zu den Leistungen? Suchen Sie bitte den Anfangsbuchstaben Ihres Nachnamens und kontaktieren die Ansprechperson.

Für die Menschen aus dem Rheinland ist der Landschaftsverband Rheinland zuständig. Klicken Sie hier, um Informationen vom LVR zu erhalten.

A, D

Monika Sunke

soziales-260@lwl.org

Tel: 0251 591 3298

Fax: 0251591714926

Piktogram für Ansprechpartner

B

Karin Döbbeler

soziales-260@lwl.org

Tel: 0251 591 5709

Fax: 0251591714926

Piktogram für Ansprechpartner

C, L, Z

Hildegard Eißing

soziales-260@lwl.org

Tel: 0251 591 6574

Fax: 0251591714926

Piktogram für Ansprechpartner

E, O, S

Christoph Büsing

soziales-260@lwl.org

Tel: 0251 591 5386

Fax: 0251591714926

Piktogram für Ansprechpartner

F, N, X

Birgit Quiel

soziales-260@lwl.org

Tel: 0251 591 5192

Fax: 0251591714926

Piktogram für Ansprechpartner

G

Beate Kintrup

soziales-260@lwl.org

Tel: 0251 591 3297

Fax: 0251591714926

Piktogram für Ansprechpartner

H, V, Q

Simone Erdmann

soziales-260@lwl.org

Tel: 0251 591 6575

Fax: 0251591714926

Piktogram für Ansprechpartner

I, U, W

Elke Middendorf

soziales-260@lwl.org

Tel: 0251 591 5702

Fax: 0251591714926

Piktogram für Ansprechpartner

J, R

Kerstin Linden

soziales-260@lwl.org

Tel: 0251 591 3731

Fax: 0251591714926

Piktogram für Ansprechpartner

K

Frank Heithorn

soziales-260@lwl.org

Tel: 0251 591 6535

Fax: 0251591714926

Piktogram für Ansprechpartner

M, T, Y

Louisa Wilming

soziales-260@lwl.org

Tel: 0251 591 4735

Fax: 0251591714926

Piktogram für Ansprechpartner

P

Anne Niederstraßer

soziales-260@lwl.org

Tel: 0251 591 3293

Fax: 0251591714926

Piktogram für Ansprechpartner

Sch, St

Petra Hagemann

soziales-260@lwl.org

Tel: 0251 591 6573

Fax: 0251591714926

Piktogram für Ansprechpartner