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Leistungen zur Mobilität

Leistungen zur Mobilität erhalten Menschen mit Behinderungen, die wegen der Art und Schwere der Behinderung öffentliche Verkehrsmittel nicht nutzen können. Leistungen zur Mobilität umfassen Leistungen zur Inanspruchnahme eines Beförderungsdienstes und Leistungen für ein Kraftfahrzeug (Kfz).

Leistungen zur Inanspruchnahme eines Beförderungsdienstes

Für Leistungen zur Inanspruchnahme eines Beförderungsdienstes sind die Kreise und kreisfreien Städte im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe zuständig. Einen Antrag auf diese Leistung können Sie daher direkt bei Ihrem Kreis oder Ihrer kreisfreien Stadt stellen.

Leistungen für ein Kfz

Unter diesen Voraussetzungen können Menschen mit Behinderungen Leistungen für ein Kfz erhalten:

  • Wenn die Inanspruchnahme eines Beförderungsdienstes nicht zumutbar oder wirtschaftlich ist.
  • Wenn sie das Kfz führen können oder gewährleistet ist, dass ein Dritter das Kfz für sie führt.
  • Wenn sie zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ständig auf die Nutzung eines Kfz angewiesen sind. Fahrten zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft sind beispielsweise Fahrten zu Gottesdiensten, Ehrenämtern, Freunden, Vereinen bei aktiver Mitgliedschaft und zu Freizeitaktivitäten (wie Kino, Zoo und so weiter).

Leistungen für ein Kfz umfassen:

  • Leistungen für den Kauf eines Kfz
  • Leistungen für die erforderliche Zusatzausstattung oder Umbauten
  • Leistungen zur Erlangung der Fahrerlaubnis (Führerschein)
  • Leistungen zur Instandhaltung
  • Leistungen für laufende Kosten

Leistungen für den Kauf eines Kfz

Für den Kauf eines Kfz können vom LWL höchstens 9.500 Euro für ein neues Kfz oder für ein gebrauchtes Kfz gezahlt werden. Ausnahmsweise können höhere Kosten übernommen werden, wenn wegen Art oder Schwere der Behinderung ein Kfz mit höherem Kaufpreis zwingend erforderlich ist.

Leistungen für erforderliche Zusatzausstattung oder Umbauten

Welche Zusatzausstattung oder Umbauten ein Mensch mit Behinderungen benötigt, hängt von der Art der Behinderung ab. Unter Zusatzausstattungen und Umbauten fallen zum Beispiel Handgas und Handbremse für Menschen mit Behinderungen, die ihre Füße nicht benutzen können und Standheizung für Menschen die wegen körperlicher Behinderungen vereiste Scheiben nicht von Hand enteisen können.

Leistungen zur Instandhaltung

Zu den Leistungen zur Instandhaltung eines Kfz gehören zum Beispiel Reparaturkosten.

Laufende Kosten für den Betrieb des Kfz

Laufende Kosten sind zum Beispiel Benzinkosten, die Kfz-Haftpflichtversicherung und Kfz-Steuern. Menschen mit Behinderungen, die einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „H“ (hilflos), „Bl“ (blind) oder „aG“ (außergewöhnliche Gehbehinderung) haben, können sich von der Kfz-Steuer befreien lassen. Dann bezahlt der LWL die Kfz-Steuer nicht.

Wie kann man Leistungen zur Mobilität beantragen?

Um Leistungen zur Mobilität zu erhalten, müssen Sie einen Antrag auf Eingliederungshilfe stellen. Für mehr Informationen zur Antragstellung klicken Sie hier.

 

Ansprechpersonen

Bekommen Sie bereits Leistungen vom LWL? Dann wenden Sie sich bitte an die Ansprechperson, die auch auf den Briefen genannt ist, die Sie vom LWL erhalten.
 

Bekommen Sie noch keine Leistungen vom LWL? Dann wenden Sie sich bitte an die Betreuungsgruppe in Ihrer Region. Hier finden Sie eine Liste der Ansprechpersonen beim LWL.