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Hilfen planen mit dem Standardverfahren

Hier erklären wir, wie die Planung von Wohnhilfen im so genannten Standardverfahren abläuft. Wenn Sie sich für Leistungen interessieren, die nicht zur Wohnassistenz gehören, klicken Sie hier für mehr Informationen.

Antrag stellen

Wenn Sie noch keine Unterstützung vom LWL bekommen, müssen Sie erst einmal einen Antrag auf Eingliederungshilfe stellen.

Neben dem Antrag benötigen wir von Ihnen noch weitere Unterlagen. Bitte wenden Sie sich dazu an einen Fachdienst für Menschen mit Behinderungen. Solche Fachdienste bestehen beispielsweise bei den örtlichen Gesundheitsämtern oder Sozialämtern. Sie können sich auch an einen Dienst wenden, der Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderungen anbietet.

Diese Unterlagen füllt der Fachdienst mit Ihnen gemeinsam aus:

Eine ausführliche Erläuterung der Unterlagen und datenschutzrechtliche Hinweise finden Sie hier:

Prüfung der Unterlagen

Wenn Sie einen Antrag auf Eingliederungshilfe gestellt haben und die ergänzenden Angaben und Unterlagen vollständig sind, prüft der LWL Ihren Antrag.

Wir schauen zunächst, ob Sie die persönlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Leistung der Eingliederungshilfe erfüllen. Anschließend bewerten wir Ihren individuellen Unterstützungsbedarf.

Hilfeplangespräch

Nach Abschluss der Prüfung wird der Antrag in der Regel in einer Gesprächsrunde in Ihrer Heimatregion besprochen. Der LWL beteiligt an dem Gespräch fachkundige Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Kreis- oder Stadtverwaltung und der örtlichen Dienste für Menschen mit Behinderung. Das Gespräch hat den Zweck, für Sie eine passgenaue Hilfe zu ermitteln. Sie sollten daher nach Möglichkeit auch an dem Gespräch teilnehmen. Sie erhalten dazu vom LWL eine schriftliche Einladung. Sie können zu dem Gespräch eine Person Ihres Vertrauens mitbringen, die Sie unterstützt und eine ergänzende Sicht in das Gespräch einbringen kann.

Um das Hilfeplangespräch durchführen zu können, benötigen wir von Ihnen eine Erklärung über die Entbindung von unserer Schweigepflicht gegenüber den Teilnehmenden der Gesprächsrunde.

Feststellung der Leistung

Der LWL stellt die erforderlichen Leistungen zum Ende des Hilfeplangesprächs verbindlich fest, so dass Sie direkt ab diesem Tag die notwendige Unterstützung bekommen können.

Fortschreibung

Menschen mit Behinderungen sind meistens auf eine längere Zeit auf die Leistungen der Eingliederungshilfe angewiesen. Das berücksichtigt der LWL für jede Person individuell. Die Träger der Eingliederungshilfe sind verpflichtet, regelmäßig die Wirkung der Leistung zu überprüfen. Das nennt man „Fortschreibung“ oder „Wirkungskontrolle“. Das sollen sie spätestens nach 2 Jahren tun. Der LWL entscheidet individuell, nach welcher Zeit er die Leistung überprüft. Das kann auch nach mehr oder weniger als 2 Jahren der Fall sein. Der genaue Überprüfungszeitraum steht im Gesamtplan.

Wenn gegen Ende des aktuellen Überprüfungszeitraums abzusehen ist, dass Sie auch weiterhin Unterstützung durch den LWL benötigen werden, ist eine Begründung dafür notwendig. In der Regel wird sich der Dienst, der die Leistung erbringt, darum kümmern und mit Ihnen ein Gespräch führen. Die für Sie zuständige Ansprechperson schaut gemeinsam mit Ihnen zurück. Sie prüfen gemeinsam, welche Handlungsziele erreicht werden konnten und welche noch nicht oder welche Ziele sich möglicherweise als unpassend herausgestellt haben. Sie sagen selbst, was bei der Erreichung förderlich war und was Sie gehindert hat. Dieses Gespräch wird durch Ihren Leistungserbringer dokumentiert und im Anschluss dem LWL Inklusionsamt Soziale Teilhabe zur Entscheidung übersandt. Die für Sie zuständige Ansprechperson beim LWL prüft die Unterlagen und entscheidet über Ihre weitere Hilfe. Der Gesamtplan gilt nach Ablauf des Überprüfungszeitraums als fortgeschrieben, wenn eine Begründung vorliegt.