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Informationen zur Fortschreibung mit BEI_NRW

Fragen und Antworten

Wie wird das Gesamtplanverfahren mit dem BEI_NRW in Westfalen-Lippe bei der Fortschreibung der Leistungen umgesetzt?

Eine Kostenzusage des LWL für Leistungen der Eingliederungshilfe ist immer zeitlich befristet. Wenn gegen Ende des aktuellen Bewilligungszeitraums abzusehen ist, dass weiterhin Unterstützung benötigt wird, meldet sich die leistungsberechtige Person erneut beim LWL. Das weitere Vorgehen wird Fortschreibung genannt.

Die Fortschreibung ist ein Teil der Gesamtplanung im Gesamtplanverfahren nach Kapitel 7 SBG IX. Im Gesamtplanverfahren ist bei Auslaufen der Kostenzusage eine Wirkungskontrolle vorgesehen. Hierzu erstellt der beteiligte Leistungserbringer gemeinsam mit dem Menschen mit Behinderung die Fortschreibung mit dem landeseinheitlichen Bedarfsermittlungsinstrument BEI_NRW. Dabei stehen die Überprüfung der zurückliegenden Planung (Ziele, Maßnahmen und Wirkung im Hinblick auf Aktivität und Teilhabe, der aktuelle Bedarf der leistungsberechtigten Person und die Zielplanung für den kommenden Bewilligungszeitraum im Mittelpunkt. Das BEI_NRW wird dem LWL Inklusionsamt Soziale Teilhabe zur Entscheidung über die Verlängerung der Kostenzusage digital (BEI_NRW_Digital) vorgelegt. In Einzelfällen vertieft die Ansprechperson des LWL die Fortschreibung des BEI_NRW im gemeinsamen Gespräch vor Ort.

Die Bedarfsermittlung mit BEI_NRW wird als BEI_NRW_Digital im webbasierten DV-Verfahren PerSEH dokumentiert (PerSEH ist eine webbasierte Anwendung der ANLEI Service GmbH. Der Name steht für Personenzentrierte Steuerung der Eingliederungshilfe).

Der LWL stellt zukünftig den Leistungserbringern zur Fortschreibung des Gesamtplans einen elektronischen Zugang zu BEI_NRW_Digital im webbasierten Datenverarbeitungs-Verfahren PerSEH zur Verfügung. In diesem Webverfahren dokumentiert der Leistungserbringer gemeinsam mit der leistungsberechtigten Person das BEI_NRW und stellt es dem LWL-Inklusionsamt Soziale Teilhabe digital zur Verfügung.

Kann ich als interessierte Person auf BEI_NRW_Digital zugreifen?

Dies ist nicht möglich. Der LWL kann den Zugriff auf BEI_NRW_Digital ausschließlich den Leistungserbringern in Westfalen-Lippe zur Fortschreibung des Gesamtplans zur Verfügung stellen. Interessierte Personen können sich hier das Handbuch zum BEI_NRW anschauen. In diesem Handbuch wird das Bedarfsermittlungsinstrument ausführlich vorgestellt und erläutert.

Wie sind die technischen Voraussetzungen zur Nutzung von BEI_NRW_Digital?

Für den Zugang zum webbasierten DV-Verfahren ist ein internetfähiger PC erforderlich. Der elektronische Zugang erfolgt über das Internet mit einer 2-Faktor-Authentifizierung. Eine spezielle Software wird nicht benötigt.

Der LWL bereitet zurzeit die Einführung der Fortschreibung mit BEI_NRW_Digital vor. Diese wird sukzessiv umgesetzt. Vor der Umsetzung werden den Leistungserbringern alle notwendigen Informationen und Materialien zur Verfügung gestellt.

Gibt es eine Schnittstelle zwischen dem LWL-Webverfahren und den gängigen Software-Systemlösungen, die für die Eingliederungshilfe angeboten werden?

Es gibt keine Schnittstelle zwischen dem LWL-Webverfahren und dem EDV-System des Leistungserbringers. Die Einrichtung einer solchen Schnittstelle ist für den LWL nicht realisierbar.

Wann wird BEI_NRW_Digital in einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten eingeführt?

Der LWL bereitet zurzeit die Einführung der Fortschreibung mit BEI_NRW_Digital vor.

Aktuell erprobt der LWL in Zusammenarbeit mit einigen Piloteinrichtungen das webbasierte Verfahren mit dem Ziel, die Freischaltung und Nutzung für die Leistungserbringer möglichst reibungslos zu gewährleisten. Der LWL informiert frühzeitig, sobald absehbar ist, zu welchem Zeitpunkt eine elektronische Zugänglichkeit zum BEI_NRW_Digital für die einzelnen Leistungserbringer zur Verfügung gestellt werden kann.

Wie erfolgt die neue Bewilligung von Leistungen bis zur Einführung von BEI_NRW_Digital?

Eine Kostenzusage des LWL für Leistungen der Eingliederungshilfe ist immer zeitlich befristet. Wenn gegen Ende des aktuellen Bewilligungszeitraums abzusehen ist, dass die leistungsberechtigte Person auch weiterhin Unterstützung benötig, reicht eine formlose Begründung durch die leistungsberechtigte Person oder ihre gesetzliche Vertretung aus.

Für alle auslaufenden Kostenzusagen, die nach Erstantrag mit BEI_NRW ermittelt wurden, ist verbindlich das folgende Verfahren bis zur Einführung von BEI_NRW_Digital zu nutzen. Das Verfahren orientiert sich an der Gesamtübersicht des BEI_NRW und beinhaltet im Berichtswesen folgende Dokumente:

1. PERSÖNLICHE SICHT: Der Leistungsberechtigte teilt dem LWL seine „Persönliche Sicht“ mit. Der Vordruck kann am PC ausgefüllt, gespeichert und ausgedruckt werden oder auch nach Ausdruck handschriftlich ausgefüllt und unterschrieben werden. Klicken Sie hier, um zur „Persönlichen Sicht“ zu gelangen.

2. STELLUNGNAHME ZUR FORTSCHREIBUNG: Der Leistungserbringer erhebt vor dem Ablauf des Bewilligungszeitraums auf Basis der Bedarfslage gemeinsam mit dem Leistungsberechtigten eine Ziel- und Leistungsplanung für den zukünftigen Zeitraum. Klicken Sie hier, um zur Stellungnahme zur Fortschreibung zu gelangen.

Sollten sich bedeutsame Änderungen mit Bezug auf Zielplanung und Leistungsumfang abzeichnen, sind diese kurz zu skizzieren. Der Leistungserbringer druckt das ausgefüllte Dokument in DinA 3 aus, alle beteiligten Personen unterschreiben das Dokument.

Die Stellungnahme zur Fortschreibung und die Persönliche Sicht werden dem LWL-Inklusionsamt Soziale Teilhabe auf dem Postweg zur Prüfung eingereicht.

Folgende Dokumente können beim Ausfüllen hinzugezogen werden:

Dieses Verfahren ersetzt das bisherige Berichtswesen. Eine standardmäßige Zusendung von weiteren Unterlagen durch den Leistungserbringer ist nicht erforderlich.

Dieses Verfahren gilt bis zur Einführung der elektronischen Fortschreibung mit BEI_NRW_Digital.

Kontakt

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Schicken Sie uns gerne eine E-Mail an bei_nrw@lwl.org.