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Allgemeine Informationen

Auf dieser Seite beantworten wir Ihre allgemeinen Fragen zur Einführung des Gesamtplanverfahrens mit dem BEI_NRW.

Fragen und Antworten

Unsere Antwort

28.04.2022 Auftaktveranstaltung zur Einführung des Gesamtplanverfahrens mit dem BEI_NRW für den Hochsauerlandkreis

Das LWL-Inklusionsamt bereitet aktuell die Einführung des Gesamtplanverfahrens mit dem BEI_NRW im Rahmen der Erstbedarfsermittlung für den Hochsauerlandkreis vor.

Hierzu bietet der LWL am 28.04.2022 von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr eine Auftaktveranstaltung an. Eingeladen sind die Geschäftsführungen der Leistungserbringer im Hochsauerlandkreis.

Die Veranstaltung findet im digitalen Raum statt. Die Einwahldaten werden nach Anmeldung separat per E-Mail mitgeteilt.

Das Ziel der Auftaktveranstaltung ist es, die Leistungserbringer mit auf den Weg zur Einführung des Gesamtplanverfahrens mit dem BEI_NRW zu nehmen. Diese erhalten alle notwendigen Informationen zum Ablauf der Umstellung sowie zu den Konsequenzen für die Leistungserbringer.

Sie erhalten Informationen:

  • zur konkreten zeitlichen Planung der Einführung
  • zur Umsetzung des Gesamtplanverfahrens bei Erstanträgen
  • zur Umsetzung des Gesamtplanverfahrens bei Fortschreibungen
  • zur Rolle der Leistungserbringer
  • zum benötigten fachlichen Wissen in Bezug auf das SGB 9.

Anmeldungen für die Veranstaltung mit Nennung des Namens und der Funktion des Teilnehmenden sind bis zum 07.04.2022 an die E-Mail-Adresse bei_nrw@lwl.org möglich.

Über diese E-Mail-Adresse können auch bereits im Vorfeld der Veranstaltung Fragen zur Einführung eingereicht werden.

Die Inhalte der Veranstaltung werden im Anschluss auf der Homepage veröffentlicht.

01.04.2022: Beginn der Fortschreibung mit BEI_NRW durch die Leistungserbringer der Regionen Mitte und Süd.

Ab dem 1. April 2022 können registrierte Leistungserbringer der Regionen Mitte und Süd das BEI_NRW im Verfahren PerSEH für die Fortschreibung der Leistungen nutzen und digital an den LWL übermitteln.

Dies betrifft Fortschreibungen von Leistungen für selbstständiges Wohnen mit ambulanter Unterstützung oder für Wohnen in besonderen Wohnformen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: https://www.bthg-fort.lwl.org/de/

01.02.2022: Beginn der Fortschreibung mit BEI_NRW durch die Leistungserbringer der Region Nord

Ab dem 1. Februar 2022 können registrierte Leistungserbringer der Region Nord das BEI_NRW im Verfahren PerSEH für die Fortschreibung der Leistungen nutzen und digital an den LWL übermitteln.

Dies betrifft Fortschreibungen von Leistungen für selbstständiges Wohnen mit ambulanter Unterstützung oder für Wohnen in besonderen Wohnformen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: https://www.lwl-inklusionsamt-soziale-teilhabe.de/de/hilfe-planen/bei_nrw/fortschreibung/

Unsere Antwort

Das BEI_NRW ist das Bedarfsermittlungsinstrument für die Eingliederungshilfe im Bereich der Wohnhilfen in Nordrhein-Westfalen. Mit dem BEI_NRW können individuelle Teilhabebedarfe unabhängig von der Art und dem Grad der Behinderung eines Menschen beschrieben werden.

Die Bedarfsermittlung mit dem BEI_NRW orientiert sich an der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Im Mittelpunkt steht immer die leistungsberechtigte Person mit ihren Wünschen und Zielen. Sie wird in allen Schritten beteiligt. Die Beratung der leistungsberechtigten Person kann im BEI_NRW ebenso dokumentiert werden, wie die ermittelten Bedarfe zur sozialen Teilhabe.

Das BEI_NRW wurde gemeinsam von den Landschaftsverbänden Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR) entwickelt. Es setzt die rechtlichen und fachlichen Vorgaben zum Gesamtplanverfahren entsprechend Kapitel 7 SGB 9 um.

Mit dem BEI_NRW steht erstmalig ein Ermittlungsinstrument zur Verfügung, das sowohl von den Hilfeplanenden des LWL als auch von den Mitarbeitenden der Leistungserbringer von Assistenzleistungen in der eigenen Häuslichkeit und in den besonderen Wohnformen angewendet wird.

Unsere Antwort

Seit 2003 liegt die Zuständigkeit für ambulante Eingliederungshilfen in NRW bei den Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL).

Im Zuständigkeitsbereich des LWL wurde zur Feststellung der Hilfebedarfe das Standard-Hilfeplanverfahren genutzt.

Von 2010 bis 2012 entwickelte der LWL mit dem „Projekt Teilhabe2012" ein neues Hilfeplanverfahren. Dieses wurde in der Stadt Hagen und im Kreis Paderborn durchgeführt. Mit dem „Projekt Teilhabe2015“ erfolgte eine nächste Maßnahme, die Mitwirkung und Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung weiter zu stärken (Partizipation) und eine zielorientierte Teilhabeplanung und -fortschreibung zu erproben (ICF-gestützt und personenzentriert). In sechs Projektregionen (Städte Gelsenkirchen, Hagen und Münster sowie die Kreise Ennepe-Ruhr, Paderborn und Warendorf) wurde das Projekt erprobt.

Mit der Einführung des Bundesteilhabe­gesetzes (BTHG) begann eine neue Phase: LVR und LWL entwickelten gemeinsam ein Instrument zur Ermittlung von Teilhabebedarfen von Menschen mit Behinderungen in ganz Nordrhein-Westfalen, um die rechtlichen und fachlichen Vorgaben zur Bedarfsermittlung im Gesamtplanverfahren gemäß §§ 117 und 118 SGB IX umzusetzen. Dieses steht als Ergebnis der gemeinsamen Arbeit beider Landschaftsverbände seit dem Jahr 2018 mit dem neu entwickelten BedarfsErmittlungsInstrument, kurz BEI_NRW, zur Verfügung.

Bei der Vorstellung des BEI_NRW im Rheinland und in Westfalen wurde deutlich gemacht, dass es sich um ein „lernendes Instrument“ handelt, also auf Grundlage der praktischen Erfahrungen eine Weiterentwicklung notwendig und vorgesehen ist.

Im Laufe der Einführung in beiden Landesteilen hat sich gezeigt, dass die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und strukturellen Vorgaben der beiden Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) ein jeweils angepasstes Vorgehen erforderlich machen.

Um diesen unterschiedlichen Prozessen gerecht werden zu können, entwickelte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe eine aktualisierte Version des Gesprächsleitfadens und der Persönlichen Sicht. Hierzu wurden die in den Gesprächen mit den leistungsberechtigten Personen gesammelten Erfahrungen zusammen mit Rückmeldungen der Leistungserbringer in die Weiterentwicklung des BEI_NRW geflossen. Im Fokus stand eine höhere Anwender:innenfreundlichkeit des Instrumentes, insbesondere um die Gespräche mit den leistungsberechtigten Personen und die Dokumentation der Inhalte im BEI_NRW noch individueller und personenzentrierter ausrichten zu können.

Mit den jetzt vorliegenden zwei Versionen des Gesprächsleitfadens können die verbandsspezifischen Geschäftsprozesse und Besonderheiten besser abgebildet werden.

Das BEI_NRW als gemeinsames Konzept und gemeinsamer Rahmen stellt weiterhin das gemeinsame Instrument für Nordrhein-Westfalen dar.

Unsere Antwort

Das Gesamtplanverfahren mit dem BEI_NRW wird im Bereich des LWL seit dem Jahr 2018 schrittweise in den einzelnen Kreisen und kreisfreien Städte eingeführt.

In einem ersten Schritt wird das BEI_NRW für die Hilfeplanenden im LWL-Inklusionsamt Soziale Teilhabe eingeführt. Aktuell arbeiten die Hilfeplanenden in 24 von 27 Kreisen und kreisfreien Städten im Rahmen der Erstbedarfsermittlung mit dem Instrument.

Die Einführung für die Hilfeplanenden im Hochsauerlandkreis, dem Kreis Lippe und der Stadt Bielefeld ist für das Jahr 2022 geplant.

In einem zweiten Schritt erhalten Mitarbeitende der Leistungserbringer von Assistenzleistungen in der eigenen Häuslichkeit und in den besonderen Wohnformen einen Zugang zum BEI_NRW. Sie sollen zukünftig das BEI_NRW für die Fortschreibung von Leistungen nutzen.

Für die Leistungserbringer wird das Bedarfsermittlungsinstrument BEI_NRW in den vier Regionen in Westfalen-Lippe (Nord, Ost, Süd und Mitte) nacheinander eingeführt. Weitere Informationen zur Umsetzung der Fortschreibung mit BEI_NRW durch die Leistungserbringer finden Sie hier.

Unsere Antwort

01.12.2021 Stadt Dortmund, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Olpe, Kreis Siegen-Wittgenstein

01.07.2021 Stadt Bochum, Kreis Gütersloh, Märkischer Kreis

01.01.2021 Kreis Herford und Kreis Höxter

01.11.2020 Stadt Bottrop und Stadt Herne

01.11.2020 Kreis Soest

01.08.2020 Kreis Unna

15.07.2019 Kreis Coesfeld und Kreis Recklinghausen

15.04.2019 Kreis Steinfurt

15.02.2019 Kreis Borken

15.01.2019 Stadt Hamm

15.10.2018 Ennepe-Ruhr-Kreis, Stadt Gelsenkirchen, Stadt Hagen, Kreis Paderborn

20.08.2018 Stadt Münster und Kreis Warendorf

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Schicken Sie uns gerne eine E-Mail an bei_nrw@lwl.org.