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Allgemeine Informationen

Auf dieser Seite beantworten wir Ihre allgemeinen Fragen zur Bedarfsermittlung mit dem BEI_NRW.

Fragen und Antworten

Unsere Antwort

Das BEI_NRW ist das Bedarfsermittlungsinstrument für die Eingliederungshilfe im Bereich der Wohnhilfen in Nordrhein-Westfalen. Mit dem BEI_NRW können individuelle Teilhabebedarfe unabhängig von der Art und dem Grad der Behinderung eines Menschen beschrieben werden.

Die Bedarfsermittlung mit dem BEI_NRW orientiert sich an der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Im Mittelpunkt steht immer die leistungsberechtigte Person mit ihren Wünschen und Zielen. Sie wird in allen Schritten beteiligt. Die Beratung der leistungsberechtigten Person kann im BEI_NRW ebenso dokumentiert werden, wie die ermittelten Bedarfe zur sozialen Teilhabe.

Das BEI_NRW wurde gemeinsam von den Landschaftsverbänden Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR) entwickelt. Es setzt die rechtlichen und fachlichen Vorgaben zum Gesamtplanverfahren entsprechend Kapitel 7 SGB 9 um.

Mit dem BEI_NRW steht erstmalig ein Ermittlungsinstrument zur Verfügung, das sowohl von den Hilfeplanenden des LWL als auch von den Mitarbeitenden der Leistungserbringer von Assistenzleistungen in der eigenen Häuslichkeit und in den besonderen Wohnformen angewendet wird.

Unsere Antwort

Seit 2003 liegt die Zuständigkeit für ambulante Eingliederungshilfen in NRW bei den Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL).

Im Zuständigkeitsbereich des LWL wurde zur Feststellung der Hilfebedarfe das Standard-Hilfeplanverfahren genutzt.

Von 2010 bis 2012 entwickelte der LWL mit dem „Projekt Teilhabe2012" ein neues Hilfeplanverfahren. Dieses wurde in der Stadt Hagen und im Kreis Paderborn durchgeführt. Mit dem „Projekt Teilhabe2015“ erfolgte eine nächste Maßnahme, die Mitwirkung und Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung weiter zu stärken (Partizipation) und eine zielorientierte Teilhabeplanung und -fortschreibung zu erproben (ICF-gestützt und personenzentriert). In sechs Projektregionen (Städte Gelsenkirchen, Hagen und Münster sowie die Kreise Ennepe-Ruhr, Paderborn und Warendorf) wurde das Projekt erprobt.

Mit der Einführung des Bundesteilhabe­gesetzes (BTHG) begann eine neue Phase: LVR und LWL entwickelten gemeinsam ein Instrument zur Ermittlung von Teilhabebedarfen von Menschen mit Behinderungen in ganz Nordrhein-Westfalen, um die rechtlichen und fachlichen Vorgaben zur Bedarfsermittlung im Gesamtplanverfahren gemäß §§ 117 und 118 SGB IX umzusetzen. Dieses steht als Ergebnis der gemeinsamen Arbeit beider Landschaftsverbände seit dem Jahr 2018 mit dem neu entwickelten BedarfsErmittlungsInstrument, kurz BEI_NRW, zur Verfügung.

Bei der Vorstellung des BEI_NRW im Rheinland und in Westfalen wurde deutlich gemacht, dass es sich um ein „lernendes Instrument“ handelt, also auf Grundlage der praktischen Erfahrungen eine Weiterentwicklung notwendig und vorgesehen ist.

Im Laufe der Einführung in beiden Landesteilen hat sich gezeigt, dass die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und strukturellen Vorgaben der beiden Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) ein jeweils angepasstes Vorgehen erforderlich machen.

Um diesen unterschiedlichen Prozessen gerecht werden zu können, entwickelte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe eine aktualisierte Version des Gesprächsleitfadens und der Persönlichen Sicht. Hierzu wurden die in den Gesprächen mit den leistungsberechtigten Personen gesammelten Erfahrungen zusammen mit Rückmeldungen der Leistungserbringer in die Weiterentwicklung des BEI_NRW geflossen. Im Fokus stand eine höhere Anwender:innenfreundlichkeit des Instrumentes, insbesondere um die Gespräche mit den leistungsberechtigten Personen und die Dokumentation der Inhalte im BEI_NRW noch individueller und personenzentrierter ausrichten zu können.

Mit den jetzt vorliegenden zwei Versionen des Gesprächsleitfadens können die verbandsspezifischen Geschäftsprozesse und Besonderheiten besser abgebildet werden.

Das BEI_NRW als gemeinsames Konzept und gemeinsamer Rahmen stellt weiterhin das gemeinsame Instrument für Nordrhein-Westfalen dar.

Unsere Antwort

01.12.2022 Stadt Bielefeld und Kreis Lippe

01.06.2022 Hochsauerlandkreis

01.12.2021 Stadt Dortmund, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Olpe, Kreis Siegen-Wittgenstein

01.07.2021 Stadt Bochum, Kreis Gütersloh, Märkischer Kreis

01.01.2021 Kreis Herford und Kreis Höxter

01.11.2020 Stadt Bottrop und Stadt Herne

01.11.2020 Kreis Soest

01.08.2020 Kreis Unna

15.07.2019 Kreis Coesfeld und Kreis Recklinghausen

15.04.2019 Kreis Steinfurt

15.02.2019 Kreis Borken

15.01.2019 Stadt Hamm

15.10.2018 Ennepe-Ruhr-Kreis, Stadt Gelsenkirchen, Stadt Hagen, Kreis Paderborn

20.08.2018 Stadt Münster und Kreis Warendorf

Kontakt

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Schicken Sie uns gerne eine E-Mail an bei_nrw@lwl.org.