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Weiterführende Informationen zum BEI_NRW

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Bedarfsermittlungsinstrument BEI_NRW, die sich in erster Linie an Leistungserbringer und andere Fachleute richten. Allgemeine Informationen zur Hilfeplanung mit dem BEI_NRW finden Sie, wenn Sie hier klicken.

Sie haben beruflich mit dem BEI_NRW im Gesamtplanverfahren zu tun? Hier beantworten Ihre Fragen.

Hier finden Sie aktuelle Informationen, sobald der Einführung des BEI_NRW in einer weiteren Region geplant wird:

01.01.2021: Kreis Höxter
Das LWL-Inklusionsamt Soziale Teilhabe startet zum 01.01.2021 offiziell mit der Bedarfsermittlung mit BEI_NRW entsprechend der Vorgaben des Bundesteilhabegesetzes im Kreis Höxter. Für alle ab dem 01.01.2021 eingehenden Neuanträge auf Wohnhilfen wird der Bedarf ausschließlich im Gesamtplanverfahren mit BEI_NRW ermittelt.

01.01.2021: Kreis Herford
Das LWL-Inklusionsamt Soziale Teilhabe startet zum 01.01.2021 offiziell mit der Bedarfsermittlung mit BEI_NRW entsprechend der Vorgaben des Bundesteilhabegesetzes im Kreis Herford. Für alle ab dem 01.01.2021 eingehenden Neuanträge auf Wohnhilfen wird der Bedarf im Gesamtplanverfahren mit BEI_NRW ermittelt. Für eine Übergangszeit von 2 Monaten können noch wahlweise die Antragsunterlagen des Standard-Hilfeplanverfahrens genutzt werden. Alle Anträge, die bis zum 28.02.2021 mit den alten Antragsunterlagen eingehen, werden im Rahmen des bekannten Standardverfahrens entschieden. Ab dem 01.03. sind nur noch die neuen Antragsunterlagen zu verwenden. Es findet dann ausschließlich das BEI_NRW Anwendung.

Fragen und Antworten

Unsere Antwort

Seit 2003 liegt die Zuständigkeit für ambulante Eingliederungshilfen in NRW bei den Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL).

Im Zuständigkeitsbereich des LWL wurde zur Feststellung der Hilfebedarfe das Standard-Hilfeplanverfahren genutzt.

Von 2010 bis 2012 entwickelte der LWL mit dem „Projekt Teilhabe2012" ein neues Hilfeplanverfahren. Dieses wurde in der Stadt Hagen und im Kreis Paderborn durchgeführt. Mit dem „Projekt Teilhabe2015“ erfolgte eine nächste Maßnahme, die Mitwirkung und Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung weiter zu stärken (Partizipation) und eine zielorientierte Teilhabeplanung und –fortschreibung zu erproben (ICF-gestützt und personenzentriert). In sechs Projektregionen (Städte Gelsenkirchen, Hagen und Münster sowie die Kreise Ennepe-Ruhr, Paderborn und Warendorf) wurde das Projekt erprobt.

Mit der Einführung des Bundesteilhabe­gesetzes (BTHG) begann eine neue Phase: LVR und LWL entwickelten gemeinsam ein Instrument zur Ermittlung von Teilhabebedarfen von Menschen mit Behinderungen in ganz Nordrhein-Westfalen, um die rechtlichen und fachlichen Vorgaben zur Bedarfsermittlung im Gesamtplanverfahren gemäß §§ 117 und 118 SGB IX umzusetzen. Dieses steht als Ergebnis der gemeinsamen Arbeit beider Landschaftsverbände seit dem Jahr 2018 mit dem neu entwickelten BedarfsErmittlungsInstrument, kurz BEI_NRW, zur Verfügung.

Unsere Antwort

Das Gesamtplanverfahren mit BEI_NRW wird im Bereich des LWL seit dem Jahr 2018 schrittweise in den einzelnen Kreisen und kreisfreien Städte eingeführt. Bisher steht das neue Verfahren mit dem Instrument BEI_NRW in 17 von 27 Kreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung. Der Zeitpunkt der Einführung sowie der konkreten Umstellung in den einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Steht ein neuer Einführungstermin fest, werden die regionalen Spitzenverbände der Wohlfahrtspflege sowie die Vertragspartner in der Region, die über eine Vergütungsvereinbarung mit dem LWL verfügen, über die Einführung und die damit verbundenen Konsequenzen für die antragstellenden Personen und Leistungsberechtigten sowie für die Leistungserbringer informiert.

Unsere Antwort

Hinweis: Wenn Sie die Präsentationen, die den Leistungserbringern im Rahmen von Auftakt- und Einführungsveranstaltungen zur Verfügung gestellt wurden, ansehen möchten, klicken Sie bitte auf den betreffenden Kreis oder die Stadt. Die PDF-Dateien sind nicht barrierefrei.

01.01.2021 Kreis Herford und Kreis Höxter
(Auftaktveranstaltung und Einführungsveranstaltung)

01.11.2020 Stadt Bottrop und Stadt Herne
(Auftaktveranstaltung und Einführungsveranstaltung)

01.11.2020 Kreis Soest
(Auftaktveranstaltung und Einführungsveranstaltung)

01.08.2020: Kreis Unna
(Auftaktveranstaltung und Einführungsveranstaltung)

05.07.2019 Kreis Coesfeld und Kreis Recklinghausen
(Auftaktveranstaltung und Einführungsveranstaltung)

15.04.2019 Kreis Steinfurt

15.02.2019 Kreis Borken

15.01.2019 Stadt Hamm

20.08.2018 Stadt Münster und Kreis Warendorf

15.10.2018 Ennepe-Ruhr-Kreis, Stadt Gelsenkirchen, Stadt Hagen, Kreis Paderborn

Unsere Antwort

Bei einem Erstantrag auf Leistungen der Eingliederungshilfe wird das Gesamtplanverfahren durch die LWL-Hilfeplanenden im zuständigen Regionalbüro durchgeführt.

Den Ablauf und die Informationen für die antragstellende Person finden Sie hier.

Im ersten Schritt berät die zuständige Ansprechperson beim LWL die antragstellende Person.

In zweiten Schritt ermittelt die zuständige Ansprechperson beim LWL gemeinsam mit dem Menschen mit Behinderung die Bedarfe mit Hilfe des BEI_NRW.

Nach dieser gemeinsamen Ermittlung des Bedarfs trifft die zuständige Ansprechperson des LWL eine fachliche Entscheidung über die Leistung und erstellt einen Gesamtplan.

Unsere Antwort

Eine Kostenzusage des LWL für Leistungen der Eingliederungshilfe ist immer zeitlich befristet. Wenn gegen Ende des aktuellen Bewilligungszeitraums abzusehen ist, dass die leistungsberechtigte Person weiterhin Unterstützung benötigt, meldet sich die leistungsberechtige Person erneut beim LWL. Das weitere Vorgehen wird Fortschreibung genannt.

Die Fortschreibung ist ein Teil der Gesamtplanung im Gesamtplanverfahren nach Kapitel 7 SBG IX. Im Gesamtplanverfahren ist bei Auslaufen der Kostenzusage eine Wirkungskontrolle vorgesehen. Hierzu erstellt der beteiligte Leistungserbringer gemeinsam mit dem Menschen mit Behinderung die Fortschreibung mit dem landeseinheitlichen Bedarfsermittlungsinstrument BEI_NRW. Dabei stehen die Überprüfung der zurückliegenden Planung (Ziele, Maßnahmen und Wirkung im Hinblick auf Aktivität und Teilhabe, der aktuelle Bedarf der leistungsberechtigten Person und die Zielplanung für den kommenden Bewilligungszeitraum im Mittelpunkt. Das BEI_NRW wird dem LWL Inklusionsamt Soziale Teilhabe zur Entscheidung über die Verlängerung der Kostenzusage digital (BEI_NRW_Digital) vorgelegt. In Einzelfällen vertieft die Ansprechperson des LWL die Fortschreibung des BEI_NRW im gemeinsamen Gespräch vor Ort.

Die Bedarfsermittlung mit BEI_NRW wird als BEI_NRW_Digital im webbasierten DV-Verfahren PerSEH dokumentiert (PerSEH ist eine webbasierte Anwendung der ANLEI Service GmbH. Der Name steht für Personenzentrierte Steuerung der Eingliederungshilfe).

Der LWL stellt zukünftig den Leistungserbringern zur Fortschreibung des Gesamtplans einen elektronischen Zugang zu BEI_NRW_Digital im webbasierten Datenverarbeitungs-Verfahren PerSEH zur Verfügung. In diesem Webverfahren dokumentiert der Leistungserbringer gemeinsam mit der leistungsberechtigten Person das BEI_NRW und stellt es dem LWL-Inklusionsamt Soziale Teilhabe digital zur Verfügung.

Unsere Antwort

1. Das Handbuch

Das Handbuch BEI_NRW stellt eine umfangreiche, vertiefende Handreichung zur Nutzung des Bedarfsermittlungsinstrumentes BEI_NRW dar.  Sie finden darin vertiefende Informationen zu jedem Element des BEI_NRW für die Bedarfsermittlung sowie Hintergrundwissen (z. B.: ICF).

Das Handbuch steht hier zum Download zur Verfügung.

2. Leitfaden
Der Leitfaden zum BEI_NRW dient dem ersten Einstieg und als Arbeitshilfe in der Bearbeitung des Bedarfsermittlungsinstrumentes BEI_NRW. Vertiefende Informationen zur Bedarfsermittlung finden sich im Handbuch zum BEI_NRW wieder.

Der Leitfaden steht hier zum Download zur Verfügung.

3. Leitfragen als Arbeitshilfen

Für das BEI_NRW wurden Leitfragen zu den Kontextfaktoren und zu den Lebensbereichen entwickelt.

Diese übergeordneten und strukturgebenden Leitfragen können im Bedarfsermittlungsgespräch genutzt werden. Sie dienen als Arbeitshilfe und stehen an dieser Stelle als Download zur Verfügung:

Hier finden Sie die Leitfragen zu den Kontextfaktoren.
Hier finden sie die Leitfragen zu den Lebensbereichen.

Unsere Antwort

Dies ist nicht möglich. Der LWL kann den Zugriff auf BEI_NRW_Digital ausschließlich den Leistungserbringern in Westfalen-Lippe zur Fortschreibung des Gesamtplans zur Verfügung stellen. Interessierte Personen können sich hier das Handbuch zum BEI_NRW anschauen. In diesem Handbuch wird das Bedarfsermittlungsinstrument ausführlich vorgestellt und erläutert.

Unsere Antwort

Für den Zugang zum webbasierten DV-Verfahren ist ein internetfähiger PC erforderlich. Der elektronische Zugang erfolgt über das Internet mit einer 2-Faktor-Authentifizierung. Eine spezielle Software wird nicht benötigt.

Der LWL bereitet zurzeit die Einführung der Fortschreibung mit BEI_NRW_Digital vor. Diese wird sukzessiv umgesetzt. Vor der Umsetzung werden den Leistungserbringern alle notwendigen Informationen und Materialien zur Verfügung gestellt.

Unsere Antwort

Es gibt keine Schnittstelle zwischen dem LWL-Webverfahren und dem EDV-System des Leistungserbringers. Die Einrichtung einer solchen Schnittstelle ist für den LWL nicht realisierbar.

Unsere Antwort

Der LWL bereitet zurzeit die Einführung der Fortschreibung mit BEI_NRW_Digital vor.

Aktuell erprobt der LWL in Zusammenarbeit mit einigen Piloteinrichtungen das webbasierte Verfahren mit dem Ziel, die Freischaltung und Nutzung für die Leistungserbringer möglichst reibungslos zu gewährleisten. Der LWL informiert frühzeitig, sobald absehbar ist, zu welchem Zeitpunkt eine elektronische Zugänglichkeit zum BEI_NRW_Digital für die einzelnen Leistungserbringer zur Verfügung gestellt werden kann.

Unsere Antwort

Eine Kostenzusage des LWL für Leistungen der Eingliederungshilfe ist immer zeitlich befristet. Wenn gegen Ende des aktuellen Bewilligungszeitraums abzusehen ist, dass die leistungsberechtigte Person auch weiterhin Unterstützung benötig, reicht eine formlose Begründung durch die leistungsberechtigte Person oder ihre gesetzliche Vertretung aus.

Für alle auslaufenden Kostenzusagen, die nach Erstantrag mit BEI_NRW ermittelt wurden, ist verbindlich das folgende Verfahren bis zur Einführung von BEI_NRW_Digital zu nutzen. Das Verfahren orientiert sich an der Gesamtübersicht des BEI_NRW und beinhaltet im Berichtswesen folgende Dokumente:

1. PERSÖNLICHE SICHT: Der Leistungsberechtigte teilt dem LWL seine „Persönliche Sicht“ mit. Der Vordruck kann am PC ausgefüllt, gespeichert und ausgedruckt werden oder auch nach Ausdruck handschriftlich ausgefüllt und unterschrieben werden. Klicken Sie hier, um zur „Persönlichen Sicht“ zu gelangen.

2. STELLUNGNAHME ZUR FORTSCHREIBUNG: Der Leistungserbringer erhebt vor dem Ablauf des Bewilligungszeitraums auf Basis der Bedarfslage gemeinsam mit dem Leistungsberechtigten eine Ziel- und Leistungsplanung für den zukünftigen Zeitraum. Klicken Sie hier, um zur Stellungnahme zur Fortschreibung zu gelangen.

Sollten sich bedeutsame Änderungen mit Bezug auf Zielplanung und Leistungsumfang abzeichnen, sind diese kurz zu skizzieren. Der Leistungserbringer druckt das ausgefüllte Dokument in DinA 3 aus, alle beteiligten Personen unterschreiben das Dokument.

Die Stellungnahme zur Fortschreibung und die Persönliche Sicht werden dem LWL-Inklusionsamt Soziale Teilhabe auf dem Postweg zur Prüfung eingereicht.

Folgende Dokumente können beim Ausfüllen hinzugezogen werden:

Dieses Verfahren ersetzt das bisherige Berichtswesen. Eine standardmäßige Zusendung von weiteren Unterlagen durch den Leistungserbringer ist nicht erforderlich.

Dieses Verfahren gilt bis zur Einführung der elektronischen Fortschreibung mit BEI_NRW_Digital.


Unsere Antwort

Eine Kostenzusage des LWL für Leistungen der Eingliederungshilfe ist immer zeitlich befristet. Wenn gegen Ende des aktuellen Bewilligungszeitraums abzusehen ist, dass die leistungsberechtigte Person auch weiterhin Unterstützung benötig, reicht eine formlose Begründung durch die leistungsberechtigte Person oder ihre gesetzliche Vertretung aus.

Die Leistungserbringer in Regionen, in denen das Gesamtplanverfahren mit BEI_NRW noch nicht eingeführt wurde, nutzen das ihnen bekannte Berichtswesen.

Unsere Antwort

Eine Kostenzusage des LWL für Leistungen der Eingliederungshilfe ist immer zeitlich befristet. Wenn gegen Ende des aktuellen Bewilligungszeitraums abzusehen ist, dass die leistungsberechtigte Person auch weiterhin Unterstützung benötig, reicht ein formlose Begründung durch die leistungsberechtigte Person oder ihre gesetzliche Vertretung aus.

Bei Leistungsberechtigten, die dauerhaft außerhalb des LWL-Gebietes leben und bei denen der LWL Kostenträger ist, findet das Verfahren des Ortes des tatsächlichen Aufenthalts Anwendung. Bitte schicken Sie die entsprechenden Unterlagen dem Hilfeplanenden, der für Ihren Klienten/ Ihre Klientin zuständig ist.

Kontakt

Wurde Ihre Frage nicht beantwortet?
Schicken Sie uns gerne eine E-Mail an bei_nrw@lwl.org.